Bischwind am Raueneck

Bischwind am Raueneck (amtlich: Bischwind a. Raueneck) ist ein Gemeindeteil der unterfränkischen Stadt Ebern im Landkreis Haßberge.

Geografie
Das Kirchdorf liegt im östlichen Teil des Landkreises in einer Talmulde, die vom Brünner Dorfbach, einem rechten Zufluss der Baunach, durchflossen wird. Die Kreisstraßen HAS 49 von Hohnhausen nach Fischbach und HAS 50 von Albersdorf nach Leuzendorf in Unterfranken führen durch den Ort.

Geschichte

Der Ortsname weist auf die Gründung durch fränkische Siedler hin. Der Ortsname bedeutet bei den Wenden des Bischofs.

Die Erstnennung von Bischwind war indirekt 1151 mit „Rovdolfus de biscofheswineden“ als Zeuge in einer Bamberger Urkunde. Dies ist allerdings fraglich, da der Ort mit Bischwind bei Heilgersdorf und Bischwind bei Gerolzhofen in älteren Urkunden nicht ohne weiteres auseinandergehalten werden kann. 1231 wurde ein Hartung von Bischwind mit seinen vier Söhnen unter den Bamberger Dienstleuten genannt. 1232 folgte eine Nennung in der Teilungsurkunde des Würzburger Fürstbischofs Hermann, in der Ebern von der Pfarrei Pfarrweisach getrennt wurde und „Bischoffswinden“ bei Pfarrweisach blieb. 1351 erhielt Apel Fuchs ein Viertel des Zehnts in „Bischofswinden“ (sub castro Bramberg).

1862 wurde die seit 1818 selbstständige Landgemeinde Bischwind in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Ebern eingegliedert. Im Jahr 1871 zählte das Kirchdorf 300 Einwohner, von denen 220 Katholiken und 80 Protestanten waren, sowie 52 Wohngebäude. Die Katholiken gehörten zum Sprengel der 5,0 Kilometer entfernten Pfarrei Jesserndorf, die Protestanten zur 3,5 Kilometer entfernten Pfarrei Burgpreppach. Eine katholische Bekenntnisschule befand sich im Ort. 1900 hatte die 762,79 Hektar große Gemeinde 263 Einwohner und 48 Wohngebäude. 1925 lebten in Bischwind 274 Personen, von denen 214 katholisch waren, in 50 Wohngebäuden.

1950 hatte Bischwind 350 Einwohner und 50 Wohngebäude. Im Jahr 1961 zählte das Kirchdorf 300 Einwohner und 51 Wohngebäude. 1970 waren es 306 und 1987 246 Einwohner sowie 56 Wohngebäude mit 57 Wohnungen.

Am 1. Juli 1972 folgte im Rahmen der Gebietsreform die Auflösung des Landkreis Ebern, und Bischwind kam zum Haßberg-Kreis. Etwa vier Jahre später, am 1. Januar 1976, war die Eingemeindung nach Ebern.

Sieben Vollerwerbslandwirte hatte Bischwind im Jahr 2017.

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