Weisbrunn

Weisbrunn ist ein Stadtteil von Eltmann im unterfränkischen Landkreis Haßberge, Bayern.

Weisbrunn liegt etwa fünf Kilometer südöstlich des Hauptortes im Steigerwald. Westlich des Ortes verläuft die Staatsstraße 2274.

Der Ort wurde im Jahre 1303 erstmals urkundlich erwähnt. Früher wurde der Ort „Wizbrunne“ (Ort am weißen Brunnen) genannt. Danach folgte der Ortsname „Witzenbrunnen“, dann „Weisbrunne“. Umgangssprachlich verwendete Namen sind auch „Krackenhofen“ oder „Blackbird-City“, die humorvoll auf die am Ort häufig vorkommenden Krähen Bezug nehmen.

Weisbrunn war bis 1840 mit Dippach und Eschenbach ein Schulsprengel. Eine eigene Schule wurde danach gebaut. Die Kirche wurde 1877 erbaut und Johannes dem Täufer geweiht. Einen eigenen Friedhof hat das Dorf seit 1932. Die Mariengrotte von 1908 wurde 1953 zum Ehrenmal umgebaut.

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Stadt Eltmann eingegliedert.

Burg Wallburg

Die Wallburg ist eine Ruine einer Spornburg auf einem 311,5 m ü. NN hohen Ausläufer des Steigerwaldes südlich von Eltmann im Landkreis Haßberge (Unterfranken). Von der ehemaligen Amtsburg des Hochstiftes Würzburg haben sich Geländespuren und der Bergfried erhalten.

Der seit 1303 bezeugte Name Wallburg deutet auf eine frühgeschichtliche oder frühmittelalterliche Wallanlage hin. Die hochmittelalterliche Burg nutzt nahezu das gesamte Plateau (ca. 50 × 50 Meter) innerhalb des Ringwalls, dessen tiefer, später ausgemauerter Graben Schutz bot.

1316 musste das Hochstift Würzburg die Wallburg an Dietrich von Hohenberg verpfänden. 1363 kam es zu einer erneuten Verpfändung an drei Herren aus dem Geschlecht der Fuchs. Dietrich Fuchs konnte die Anlage 1404 vollständig erwerben. Das Hochstift sicherte sich das Rückkaufsrecht, so dass die Burg 1477 wieder an Würzburg zurückfiel.

Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 durch die Aufständischen beschädigt, anschließend aber wiederhergestellt. 1542 und 1552 kam es zu erneuten Verpfändungen. Ab 1570 diente die Veste nach der letztmaligen Pfandeinlösung als Amtssitz des Amtes Eltmann. Fürstbischof Julius Echter veranlasste Ende des 16. Jahrhunderts größere Umbauten, die durch die Ansichten von Meissner (1626) und Merian (1648) dokumentiert sind. Im Südwesten erhob sich der dreigeschossige Hauptbau mit Satteldach und geschweiften Ziergiebeln. Der Bergfried war durch eine Kuppel mit hoher Laterne abgeschlossen. Im Norden standen niedrigere Wirtschaftsgebäude neben dem Tor. Der Wehrcharakter der Anlage war schon deutlich reduziert.

1777 verlegte das Hochstift den Amtssitz in den Saalhof in der Stadt. Die Burggebäude dienten anschließend als Steinbruch und sind bis auf den Bergfried und geringe Mauerreste verschwunden. Ende des 19. Jahrhunderts baute man den Bergfried zum Aussichtsturm um.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Bergfried von den anrückenden amerikanischen Streitkräften beschossen, da man eine deutsche Scharfschützenstellung im Turm vermutete. Die Einschläge der beiden Granaten sind noch zu erkennen.

Seit April 2009 darf das Gelände um den Bergfried an Feiertagen nicht mehr für Veranstaltungen genutzt werden.

Der annähernd quadratische Burgplatz ist durch einen umlaufenden Graben geschützt. Im Nordosten steht noch der hochmittelalterliche, etwa 28 Meter hohe Bergfried. Über einem abgeschrägten Sockel steigt das sauber verfugte Mauerwerk aus Buckelquadern mit Randschlag kreisrund empor. Auffallend ist das vollständige Fehlen von Zangenlöchern, die Steine wurden also möglicherweise noch mit dem älteren Hebewerkzeug Wolf gehoben. Die doppelte Mauerschale ist unten ungefähr zwei Meter stark, der Durchmesser des Turmes beträgt etwa acht Meter. Der Hocheingang liegt auf der Südseite in etwa elf Meter Höhe. Im 19. Jahrhundert brach man jedoch ebenerdig einen zweiten Zugang in das Mauerwerk, um das „Krautschtücht“ als Aussichtsturm zu nutzen. Der vorkragende Zinnenabschluss ist eine Ergänzung aus der Zeit um 1890. Eine Ansicht von 1626 (Meissner) zeigt den Turm mit Kuppelbedachung und hoher Spitzlaterne. Der Bergfried hatte ehemals durch Balkendecken vier Etagen. Im letzten Stockwerk beträgt die Mauerstärke nur noch 1,2 Meter. Die Turmstube wird durch vier Rundbogenfenster belichtet, an denen sich Sitzbänke befinden.

Der Turm kann bestiegen werden und ermöglicht eine Rundumsicht auf das Maintal, die Haßberge und den Steigerwald.

Die volkstümliche Bezeichnung „Krautstücht“ ist von der runden Form des Turmes abgeleitet, die an ein hölzernes Krautfass erinnert. Der Bergfried hatte ursprünglich keinen ebenerdigen Eingang. Auch ein „Stücht“ zum Einlegen von Kraut hat unten ähnlich wie ein Eimer keine Auslauföffnung.

Das alte Burgtor lag wohl im Norden vor dem Hauptturm. Auf dem etwas tiefer gelegene Plateau vor dem Zugang könnte ursprünglich eine Vorburg gestanden haben. Der Burgbrunnen mit seinem romantischen Brunnenhäuschen ist in seiner heutigen Form eine Ergänzung des 20. Jahrhunderts. Im Mittelalter soll dieser Brunnen etwa 30 Meter tief gewesen sein. Der rekonstruierte Brunnenschacht reicht nur ungefähr vier Meter hinab.

Von der Umfassungsmauer sind obertägig nur noch geringe Reste vorhanden. Am Burgaufgang, der sogenannten Schlosssteige, wurde der alte Zugang 1985 durch den Heimatverein frei rekonstruiert. Die erhaltenen Sandsteinfiguren aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und das Wappen der Familie Fuchs wurden dabei integriert.

Limbach

Limbach ist einer von sechs Stadtteilen der Stadt Eltmann mit etwa 700 Einwohnern. Es liegt westlich von Eltmann am nördlichen Steilabfall des Steigerwaldes zum Maintal hin. Besonders bekannt ist es durch die barocke Wallfahrtskirche Maria Limbach und durch die nahegelegene Main-Staustufe mit Schleuse und Kraftwerk.

Limbach wurde im Zuge der fränkischen Landnahme im 6. bis 8. Jahrhundert gegründet und als Außenposten des Castells Altimoin mit drei Dekanien (je zehn wehrfähige Bauern) besetzt. Ausgrabungen am Spitzberg westlich von Limbach haben aber auch eine keltische Ansiedlung bereits um 450 v. Chr. nachgewiesen.

Eine erste urkundliche Erwähnung erfuhr Limbach im Rahmen der Gumbert’schen Stiftung im Jahr 741. Seine eigentliche Bedeutung erreichte es als Wallfahrtsort; bereits im Jahr 1023 wurde von der ersten Wallfahrt zu einer Kapelle an der Stelle der jetzigen Wallfahrtskirche berichtet.

Die ersten Zahlen dieser früheren Wallfahrtskapelle datieren nach Pfeilerinschriften aus dem Jahr 1201, viele weitere Hinweise gibt es auf den steten Ausbau dieses Gotteshauses. Nachdem Limbach vorübergehend evangelisch-lutherisch gewesen war, kehrte es 1630 wieder zur katholischen Kirche zurück. Mit der Erteilung des Gnadenbriefes wurde Limbach 1660 als „altersessene Wallfahrt“ bestätigt. Die Kirche erhielt 1698 das Gnadenbild (etwa um 1500 entstanden) zurück und hatte 1701 mit der Glockenweihe ihre letzte Glanzzeit. 1721 erwies sie sich als baufällig.

Im Jahr 1714 wurde in Limbach ein jüdischer Friedhof eingerichtet.

Mit der Zeit entwickelte sich Limbach zum Dorf der Flößer. Die Einwohner, vorher überwiegend mit Landwirtschaft und Viehzucht beschäftigt, betrieben Mainschifferei und Holzhandel oder verdingten sich als Knechte auf größeren Schiffen. Hierzu vermerkte der Chronist: „Limbach lebt in gemäßigtem Wohlstande und besoldet einen eigenen Pfarrer und Schullehrer“.

Am 1. Juli 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Limbach in die Stadt Eltmann eingegliedert.

Eschenbach

Eschenbach liegt etwa zwei Kilometer östlich des Hauptortes am Rande des Steigerwalds. Östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 26, die dort unmittelbar an den Main grenzt.

Geschichte
Eschenbach

Der Ursprung des Namens ist noch deutlich erkennbar: Ort an dem Bach, an dem Eschen wachsen. Eine ältere bekannte Bezeichnung des Ortes lautet Eskinebach, die aus dem Jahr 1023 überliefert ist. Wie der Nachbarort Dippach war auch Eschenbach Teil der Schenkung Gumberts im Jahr 741. Die ursprünglichen Haupterwerbstätigkeiten der Eschenbacher waren Ackerbau und Viehzucht. Dafür wurde schon im Jahr 1549 eine Fähre über den Main eingerichtet, die es den Eschenbachern ermöglichte, ihre Äcker auf der jenseitigen Flussseite zu erreichen. Auch verband die Fähre die umliegenden Ortschaften mit Eschenbach. Die Fähre war bis zum Jahr 1957 von Bedeutung, als man sie schließlich wegen geringer Rentabilität abschaffte und die neu gebaute Brücke in Eltmann ihre Aufgaben übernahm. Mitte des 18. Jahrhunderts kam die Flößerei als Broterwerb für die Eschenbacher hinzu; während die Männer diese Tätigkeit übernahmen, bestellten die Frauen die heimischen Äcker. Erst mit der Aufstauung des Mains Mitte der 1950er Jahre wurde die Flößerei eingestellt. Am 1. Juli 1971 wurde Eschenbach ein Stadtteil von Eltmann.

Dippach am Main

Dippach liegt etwa fünf Kilometer südöstlich des Hauptortes am Rande des Steigerwalds. Östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 26, die dort unmittelbar an den Main grenzt.

Geschichte
Historische Karte von Dippach aus dem Jahr 1847

Der erste urkundliche Nachweis des Ortes stammt möglicherweise aus dem Jahr 741. Der Ursprung des Ortsnamens ist nicht ganz gesichert, könnte jedoch vom Wort Dietbach, was so viel bedeutete wie Ort an dem Bach, der noch zu unserem Volk gehört, abgeleitet worden sein. (Diet, s. Erklärung bei Dietwart). Dies war eine Anspielung auf die ursprüngliche Grenze, die vielleicht zwischen Slawen und Franken direkt am Ortsbach in Dippach verlief. Eine andere Interpretation deutet auf eine mögliche Ableitung des Namens von Diebach hin, was mit Tiefer Bach übersetzt werden kann. Das voralthochdeutsche Gewässerwort dib bzw. dip wäre eine weitere Möglichkeit, den Ortsnamen abzuleiten.

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde von lediglich etwa zehn Personen berichtet, die in dem Ort wohnten; nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges soll es nur noch 3½ bewohnte Häuser gegeben haben, nachdem schwedische Truppen das Dorf gebrandschatzt hatten. Erst im Jahre 1819 war die Einwohnerzahl mit 152 wieder höher. Die Schule in Dippach war bis 1840 mit Eschenbach und Weisbrunn zu einem Schulsprengel vereinigt.

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in Dippach noch zu einem schweren Angriff durch amerikanische Truppen. Da sich in Dippach noch deutsche Truppenverbände befanden, wurde der Ort am 12. April 1945 vom nah gelegenen Spitzberg auf der anderen Mainseite durch amerikanische Artillerie beschossen. Dabei waren sieben Todesopfer sowie zahlreiche Schwerverletzte zu beklagen. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs starben 17 Dippacher Soldaten und viele sind vermisst.

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Stadt Eltmann eingegliedert.

Eltmann

Eltmann
Kleinstadt in Bayern

Eltmann ist eine Kleinstadt im unterfränkischen Landkreis Haßberge.

Postleitzahl: 97483

Eltmann – Hier beginnt der Süden

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