Dippach am Main

Dippach liegt etwa fünf Kilometer südöstlich des Hauptortes am Rande des Steigerwalds. Östlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 26, die dort unmittelbar an den Main grenzt.

Geschichte
Historische Karte von Dippach aus dem Jahr 1847

Der erste urkundliche Nachweis des Ortes stammt möglicherweise aus dem Jahr 741. Der Ursprung des Ortsnamens ist nicht ganz gesichert, könnte jedoch vom Wort Dietbach, was so viel bedeutete wie Ort an dem Bach, der noch zu unserem Volk gehört, abgeleitet worden sein. (Diet, s. Erklärung bei Dietwart). Dies war eine Anspielung auf die ursprüngliche Grenze, die vielleicht zwischen Slawen und Franken direkt am Ortsbach in Dippach verlief. Eine andere Interpretation deutet auf eine mögliche Ableitung des Namens von Diebach hin, was mit Tiefer Bach übersetzt werden kann. Das voralthochdeutsche Gewässerwort dib bzw. dip wäre eine weitere Möglichkeit, den Ortsnamen abzuleiten.

Anfang des 16. Jahrhunderts wurde von lediglich etwa zehn Personen berichtet, die in dem Ort wohnten; nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges soll es nur noch 3½ bewohnte Häuser gegeben haben, nachdem schwedische Truppen das Dorf gebrandschatzt hatten. Erst im Jahre 1819 war die Einwohnerzahl mit 152 wieder höher. Die Schule in Dippach war bis 1840 mit Eschenbach und Weisbrunn zu einem Schulsprengel vereinigt.

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in Dippach noch zu einem schweren Angriff durch amerikanische Truppen. Da sich in Dippach noch deutsche Truppenverbände befanden, wurde der Ort am 12. April 1945 vom nah gelegenen Spitzberg auf der anderen Mainseite durch amerikanische Artillerie beschossen. Dabei waren sieben Todesopfer sowie zahlreiche Schwerverletzte zu beklagen. Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs starben 17 Dippacher Soldaten und viele sind vermisst.

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde in die Stadt Eltmann eingegliedert.

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