Waldschwind

Waldschwind ist eine Einöde auf der Gemarkung des Rauhenebracher Ortsteil Geusfeld im unterfränkischen Landkreis Haßberge.

Waldschwind liegt im äußersten Westen des Rauhenebracher Gemeindegebiets. Im Norden beginnt mit dem Wustvieler Forst das Gebiet des Landkreises Schweinfurt. Weiter östlich, entlang der Rauhen Ebrach, liegt in zwei Kilometern Entfernung Geusfeld, noch weiter im Osten ist Wustviel zu finden. Im Süden beginnt das gemeindefreie Gebiet Bürgerwald im Landkreis Schweinfurt. Auch westlich ist der Landkreis Schweinfurt zu finden, der Michelauer Ortsteil Sudrach liegt Waldschwind am nächsten.

Erstmals erwähnt wurde Waldschwind im Jahr 1150. Damals wurde es „Gualesvinden“ genannt. In den folgenden Jahren tauchen die Bezeichnungen „Waleswinden“ und „Wolesuinden“ auf. Dies bedeutet soviel wie „zu den Wenden des Walah“. Die Wenden waren ein slawischer Stamm, die Einwohner waren einem Adeligen namens Walah lehenspflichtig. Im Jahr 1150 verkauften allerdings die Brüder Rudolf und Hartmut von Scherenberg die Siedlung.

Neuer Dorfherr wurde das Zisterzienserkloster Ebrach. Es richtete hier einen Ackerhof ein. Während des 18. Jahrhunderts besuchten mehrmals die Fürstbischöfe aus dem Haus Schönborn das Hofgut und veranstalteten hier zusammen mit den Ebracher Äbten Jagden. Nach der Säkularisation 1803 wurde der Hof Ortsteil von Geusfeld und kam in private Hände.

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